Wie füttere ich meinen Hund richtig? Worauf sollte ich bei der Hundefütterung achten? Kann ich Trockenfutter und Nassfutter zusammen füttern? Mit diesem Beitrag möchten wir dir einen Leitfaden mit wichtigen Infos und Tipps an die Hand geben, damit du weißt, worauf es bei der Fütterung deines Hundes wirklich ankommt.

DER ARTIKEL IM ÜBERBLICK

Bevor wir uns mit dem Thema Hundefütterung näher beschäftigen, möchten wir dir sagen: Jeder Hund ist in Individuum. Was für den einen Hund passt, passt für den anderen nicht, noch nicht oder nicht mehr. Deswegen gibt es keine pauschalen Aussagen, was für deinen Hund richtig oder falsch ist. Solltest du dir unsicher sein, mit welchem Futter du deinen Hund am besten fütterst, kannst du gern unser kostenloses Beratungsangebot nutzen.

Trockenfutter oder Nassfutter: Was ist besser?

Dein Hund ist neu bei dir eingezogen oder er zieht bald ein und du fragst dich vielleicht: Was ist besser, Trockenfutter oder Nassfutter?

Auf diese Frage gibt es leider keine allgemeingültige Antwort. Ob du deinen Hund lieber mit Trockenfutter oder mit Nassfutter ernährst, hängt ein wenig davon ab, was dir mehr zusagt und was deinem Hund besser schmeckt.

Der größte Unterschied besteht im Wassergehalt des Futters.

Während Trockenfutter mit ca. 10% einen sehr geringen Wassergehalt besitzt, liegt dieser bei unserem Nassfutter beispielsweise bei 75%.

Der Feuchtigkeitsunterschied wirkt sich vor einerseits auf die Haltbarkeit der Produkte aus: Trockenfutter ist wesentlich länger haltbar als Nassfutter. Andererseits hat dies aber auch Auswirkungen auf die Futtermenge, die du deinem Hund geben musst.

Rechenbeispiel

Bei unserem getreidefreien Trockenfutter Christopherus Ente + Kartoffel für erwachsene Hunde empfehlen wir, dass du einem 12 - 15 kg schweren Hund zwischen 150 und 180 g Trockenfutter am Tag fütterst. Beim Nassfutter, wir nehmen als Beispiel Christopherus Fleischmix Ente, bräuchte dein Hund ca. 500 - 655 g Futter pro Tag und damit deutlich mehr.

Über die Fütterung von Feuchtfutter kann dein Hund bereits einen Teil seines täglichen Wasserbedarfs decken. Daher ist die Fütterung von Nassfutter vor allem für die Hunde sinnvoll, die sehr trinkfaul sind. Fütterst du ausschließlich Trockenfutter, muss dein Hund wesentlich mehr trinken.

Die Fütterung von Trockenfutter wirkt sich positiv auf die Zahngesundheit deines Hundes aus. Fütterst du ausschließlich Nassfutter, solltest du deinem Hund regelmäßig etwas zum Kauen geben, um zum Beispiel die Bildung von Zahnstein zu verhindern. Hier eignet sich unser Dental Stick.

Wenn du dich nicht für eine Futterform entscheiden möchtest, kannst du auch Nassfutter und Trockenfutter füttern. Hier solltest du allerdings darauf verzichten, beides in einer Mahlzeit zu vermischen, weil dies die Verdauung deines Hundes unnötig belastet. Teil beides lieber auf unterschiedliche Mahlzeiten auf oder füttere es nacheinander.

Hund sind keine reinen Fleischfresser: eine ausgewogene Zusammensetzung ist wichtig

Ganz gleich, ob du dich für die Fütterung von Trockenfutter, Nassfutter oder für eine Mischfütterung entschieden hast: Wichtig ist, dass du beim Futter für deinen Hund ein Alleinfuttermittel wählst. Damit stellst du sicher, dass du ein Hundefutter hast, das bereits alle wichtigen Nährstoffe enthält. Andernfalls müsstest du nämlich selbst darauf achten, dass du Ergänzungsfuttermittel wie Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente in ausreichender Menge hinzufütterst.


Warum? Ganz einfach: Zum einen gehen in jedem Herstellungsprozess Nährstoffe verloren. Das ist beim Kochen genau so wie bei der Herstellung von Hundefutter. Zum anderen sind Hunde keine reinen Fleischfresser. Fleisch stellt zwar die Hauptnahrungsquelle dar, sie brauchen aber auch Gemüse, Obst und Kräuter, um alle erforderlichen Nährstoffe zu erhalten. Auch ist Fleisch nicht gleich Fleisch: Fleisch heißt eine Mischung aus Muskelfleisch, Innereien und Knochen in einem ausgewogenen Verhältnis.

Bei unserem Premium-Hundefutter kannst du dir sicher sein, dass es als Alleinfuttermittel geeignet ist und deinen Hund mit allem versorgt, was er braucht.

Die richtige Futtermenge wählen: Wie viel Futter braucht mein Hund?

Die richtige Futtermenge ist wichtig, damit dein Hund nicht übergewichtig wird und erkrankt. Wie viel Futter dein Hund braucht ist abhängig vom Gewicht und dem Alter deines Hundes. Du findest bei jedem unserer Produkte eine Futterempfehlung, nach der du dich richten kannst. Bei weiteren Fragen kannst du unsere kostenlose Beratung nutzen.

Wie oft soll ich meinen Hund füttern?

Eine Frage, die sich jeder frische Hundebesitzer stellt, ist: Wie oft soll ich meinen Hund füttern?

Hierzu gibt es kein richtig oder falsch. Ein wilder Hund – oder auch ein Wolf, von dem unser Hund abstammt – frisst in der Regel nicht mehrmals am Tag. Er geht auf Beutejagd und frisst, wenn er etwas gefangen hat. Die Beute wird mehr oder weniger ohne Unterbrechung gefressen. Weil der Hundemagen sehr dehnbar ist, passt da zum Glück auch eine Menge rein. Ist seine Jagd erfolglos, gibt es Fastentage.

Auch wenn dein Hund sein Futter nicht mehr selbst jagen muss und sich sein Futterverhalten im Laufe der vielen tausend Jahre, die er nun schon bei uns Menschen lebt, verändert hat, ist sein Magen nach wie vor sehr dehnbar und es passt eine verhältnismäßig große Menge an Futter rein. Eine Mahlzeit pro Tag ist für einen gesunden, erwachsenen Hund daher optimal. Das bestätigt auch eine im April 2022 veröffentlichte Studie der Universität in Arizona, an der mehr als 10.000 Hunde teilgenommen haben. Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass es am gesündesten ist, eine Mahlzeit pro Tag zu füttern. Den Forschern zufolge könnten dadurch die Wahrscheinlichkeiten für Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Zähne, des Bewegungsapparates, der Nieren und der Harnwege sowie der Leber und der Bauchspeicheldrüse abnehmen. (Quelle: How Often Should You Feed Your Dog? Giant Study Reveals a Surprising Answer)

Bei Welpen, magenempfindlichen Hunden oder großen Hunden, gilt dies aber nicht.

Welpen, große Hunde und magenempfindliche Hunde: mehrere Mahlzeiten pro Tag

Das Verdauungssystem eines Welpen muss sich erst noch entwickeln – gleichzeitig hat der junge Hund einen großen Energiebedarf, den er über das Futter decken muss. Um das Verdauungssystem deines Welpen nicht zu überfordern, solltest du deinem jungen Hund daher lieber zwei- bis dreimal am Tag Futter geben.

Gleiches gilt für Hunde mit einem empfindlichen Magen sowie sehr großen Hunden und Leistungshunden die eine entsprechend große Menge an Futter erhalten. Hier kann die Gefahr einer Magendrehung steigen, wenn die große Futterration mit nur einer Mahlzeit erhalten.

Es ist ein Hund zu sehen, welcher Trockenfutter aus einer roten Schüssel isst

Den Futterzeitpunkt sinnvoll wählen

Ganz gleich, ob du deinen Hund einmal am Tag fütterst oder mehrere Male – den Zeitpunkt der Fütterung solltest du mit Bedacht auswählen.

Hat dein Hund gefressen, sollte er danach mindestens eine Stunde ruhen können und in dieser Zeit weder Toben, Spielen oder Gassi gehen. Der Abend ist daher ein guter Zeitpunkt für die Fütterung oder der Morgen, wenn dein Hund danach ruhen kann, weil du zum Beispiel arbeitest.

Nach dem Fressen sorgen im Magen ablaufenden Gärungsprozesse für eine Magenerweiterung. Weil der Magen selbst im Hundekörper recht locker aufgehängt ist, begünstigt ein voller, aufgeblähter Magen, eine Magendrehung. Dies gilt insbesondere, wenn dein Hund eine größere Menge Trockenfutter und viel Wasser zu sich genommen hat. Plane die Fütterungszeit deines Hundes daher so ein, dass er danach nicht unbedingt Action hat, weil ihr irgendwo hin müsst, sondern ruhen und entspannt verdauen kann.

Ist BARF gesünder für Hunde?

BARF steht für eine Form der Hundeernährung, bei der die Hunde frisches, das heißt rohes, unverarbeitetes Fleisch, in Kombination mit Obst, Gemüse und Kräutern fressen. Der Begriff BARF steht für Born Again Raw Feeders. Die Fleischration setzt sich zusammen aus Muskelfleisch, Knochen sowie Innereien. Vertreter dieser Form der Fütterung argumentieren, dass barfen artgerechter sei, weil es sich an den Fressgewohnheiten des Wolfes und des Wildhundes orientiert.

Das Ernährungsverhalten unseres domestizierten Haushundes hat sich im Laufe der Jahre von dem eines Wolfes oder wildlebenden Hundes verändert. Hunde können im Unterschied zum Wolf Stärke verarbeiten. Sie leben wohlbehütet im warmen Haus und bekommen einmal oder mehrmals am Tag ihr Essen fertig serviert und müssen es nicht mehr jagen. Daher hinkt der Vergleich ein wenig.

Für das Barfen gibt es auch keine nachgewiesenen Vorteile, eher im Gegenteil: Barfen birgt die große Gefahr, dass der Hund nicht alle erforderlichen Nährstoffe in der richtigen Dosis erhält und es zu einer Unter- oder Überversorgung kommt. Auch ist der Umgang mit Frischfleisch in Hinblick auf die Hygiene – Salmonellengefahr – kritisch zu sehen. Tierärztliche Fachorganisationen lehnen das Barfen daher sogar ab.

Einziger Vorteil: Leidet dein Hund an Unverträglichkeiten, kannst du beim Barfen sehr individuell darauf eingehen, weil du die einzelnen Bestandteile der Futterration selbst bestimmen kannst. Weißt du allerdings, was dein Hund nicht verträgt, kannst du auch ein anderes Futter ohne diesen Bestandteil wählen.

Unser Tipp!

Bei Christopherus haben wir speziell für empfindliche Hunde unsere PUR-Dosen mit nur einer einzigen Fleischsorte, sodass du hier genau das wählen kannst, was dein Hund verträgt. Außerdem findest du in unserer sensitiven Futterlinie eine große Auswahl an getreidefreiem Trockenfutter und mit unserer vegetarischen Hundefutterlinie und unserem Trockenfutter Forelle + Insekt hast du gleich mehrere hypoallergene Hundefutter zur Auswahl.

Getreide im Hundefutter: Ist das schädlich für meinen Hund?

Getreide ist nichts für Hunde – diese weit verbreitete Aussage ist falsch. Im Laufe der Domestikation des Hundes entwickelte sich seine Verdauung und heute kann der Hund im Unterschied zum Wolf Stärke verdauen. Der Ackerbau spielt seit mehr als 10.000 Jahren eine wichtige Rolle für den Menschen und der Hund fraß das, was er bekam.

Viele Hunde heute reagieren mit Unverträglichkeiten auf Getreide und Gluten. Deswegen verzichten wir bei unserem Futter auf glutenhaltiges Getreide. In unserem Hundefutter findest du stattdessen Reis, Mais, Hafer oder Amaranth. Zudem findest du eine große Auswahl an getreidefreiem Futter bei uns.

Fazit: So fütterst du deinen Hund richtig

Wie anfangs schon erwähnt, gibt es keine pauschale Lösung für alle Hunde. Welpen und Junghunde müssen anders ernährt werden als alte Hunde. Der eine Hund ist mit seinem Trockenfutter gesund und glücklich, der andere Hund frisst lieber Nassfutter. Wichtig ist, dass du auf die Bedürfnisse deines Hundes eingehst. Bei Christopherus findest du daher eine große Auswahl unterschiedlicher Futtersorten. Du kannst wählen zwischen getreidefreien und weizenfreien Trockenfuttersorten, zwischen 24 unterschiedlichen Nassfuttern sowie zwischen Fleisch, Fisch und vegetarischem Hundefutter.

  • Trockenfutter unterstützt die Zahngesundheit deines Hundes.
  • Nassfutter ist ideal für trinkfaule Hunde.
  • Hunde sind Omnivore und brauchen neben Fleisch auch Kohlenhydrate und Ballaststoffe von Gemüse, Obst und Kräutern.
  • Wähle ein Alleinfuttermittel, um die Nährstoffversorgung deines Hundes zu gewährleisten.
  • Halte dich an die jeweilige Futterempfehlung, um Übergewicht zu vermeiden.
  • Eine Mahlzeit pro Tag ist laut Studien am gesündesten.
  • Welpen, sehr große und magenempfindliche Hunde sollten mehrmals am Tag gefüttert werden.
  • Nach der Fütterung braucht dein Hund Ruhe zum Verdauen.
  • Getreidefreies Hundefutter ist nicht gesünder als getreidehaltiges Hundefutter, weil Hunde Stärke verdauen können.

Du hast weitere Fragen zur Fütterung deines Hundes? Dann nutz gern unser Beratungsangebot.

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Über den Autor

Karolina Kardel

Aufgewachsen auf dem Land mit Pferden, Hunden und Katzen, werde ich bereits mein Leben lang von Vierbeinern begleitet. Ich bin ausgebildete Journalistin und seit einigen Jahren liegt mein fachlicher Schwerpunkt bei Themen rund ums Tier.